https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/issue/feed DIEGESIS 2026-02-06T13:21:14+00:00 Carolin Gebauer diegesis@uni-wuppertal.de Open Journal Systems DIEGESIS. Interdisziplinäres E-Journal für Erzählforschung https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/578 Über dieses Heft 2026-02-02T12:49:34+00:00 Herausgeber*innen / Editors diegesis@uni-wuppertal.de <p>Die Faszination des Sports geht über die Freude an eigener sportlicher Aktivität oder das Beobachten körperlicher Leistungen anderer hinaus. Durch die Nähe zum Spiel und zum Schauspiel ähnelt der Sport literarischen und künstlerischen Praktiken, und das Lob herausragender Athleten war in der klassischen Antike ein bekanntes literarisches Genre. Über die Wechselbeziehungen zwischen Literatur und Sport hinaus weisen die Darstellung, die Erinnerung, vielleicht auch das Erleben sportlicher Ereignisse eine narrative Dimension auf. Sportereignisse sind eingebettet in Geschichten, die Emotionen wecken, Identifikation ermöglichen und die Wahrnehmung des Geschehens prägen. Das vorliegende Themenheft von <em>DIEGESIS</em> widmet sich dem Erzählen von Sport in narratologischer Perspektive. Die versammelten Beiträge zeigen, dass Sport nicht nur Gegenstand von Erzählungen ist, sondern selbst narrative Dynamiken hervorbringt: im Wettkampf, in medialen Inszenierungen, in Erinnerungsdiskursen und in der aktiven Aneignung durch Fans und Spielende. Sport erscheint insofern als Feld emergenter Narrativität, in dem Regeln, Körper, Affekte und Medien zusammenspielen. Die Beiträge reichen von literarischen und kulturhistorischen Analysen über medien- und spieltheoretische Zugänge bis hin zu systematischen narratologischen Modellierungen. Gemeinsam ist ihnen das Interesse daran, wie sportliche Praxis in Geschichten überführt wird – und wie diese Geschichten Wahrnehmung, Bedeutung und soziale Imagination strukturieren.</p> <p>Der Beitrag von <strong>Anna S. Brasch</strong> untersucht die Geschlechtercodierung des Boxens in der deutschsprachigen Literatur vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Ausgangspunkt ist die historisch tief verankerte Semantisierung des Boxens als „männlichste Männerdomäne“, die aus dem englischen Diskurs übernommen wurde. Brasch rekonstruiert zunächst das Archiv dieses Diskurses und zeigt, wie Frauen über lange Zeit sowohl sachhistorisch als auch literarisch marginalisiert oder ausgeschlossen wurden. In einem zweiten Schritt analysiert sie literarische Texte des 20. Jahrhunderts, insbesondere den Boxroman der Weimarer Republik, in denen tradierte Geschlechterentwürfe fortgeschrieben werden, etwa durch bipolare Figurenkonstellationen und moralisch codierte Weiblichkeitsbilder. Abschließend richtet sich der Blick auf neuere Texte seit der Jahrtausendwende, die erstmals boxende Frauen ins Zentrum rücken und damit narrative und ästhetische Öffnungen markieren. Der Beitrag verbindet diskursgeschichtliche, narratologische und gendertheoretische Perspektiven.</p> <p><strong>Antonio J. Ferraro</strong> zeigt, dass professionelles Wrestling ein besonders ergiebiger Gegenstand narratologischer Analyse ist. Der Beitrag kritisiert die verbreitete Auffassung, Wrestling sei bloßes Spektakel oder Fake, und weist nach, dass es hochkomplexe Prozesse umfasst. Ferraro unterscheidet drei zentrale rhetorische Domänen: die narrative Domäne der Match-Strukturen, die fiktionale Domäne der konstruierten ‚Kayfabe‘-Welten und die performative Domäne der körperlichen Aktionen, die zugleich Handlung und Bedeutungsträger sind. Anhand dieser Trias wird deutlich, wie Wrestling Geschichten erzeugt, Erwartungen steuert und emotionale Effekte hervorruft. Zugleich zeigt der Beitrag, dass Wrestling gängige narratologische Kategorien herausfordert, etwa durch die Gleichzeitigkeit von Inszenierung und körperlicher Realität sowie durch die aktive Rolle des Publikums. Wrestling erscheint so als Grenzfall zwischen Sport, Theater und Erzählung. Um diesen zu erfassen, muss narrative Theorie nicht nur anwendet, sondern produktiv erweitert werden.</p> <p><strong>Matthias Grüne</strong> und <strong>Antonius Weixler</strong> analysieren die literarische Verarbeitung der Fußball-WM 2006 in drei jüngeren deutschsprachigen Coming-of-Age-Romanen. Ausgangspunkt ist das dominante Erinnerungsnarrativ des ‚Sommermärchens‘, das den WM-Sommer als kollektives Fest und nationales Erlebnis codiert. Grüne und Weixler zeigen, dass die Romane dieses Narrativ nicht einfach reproduzieren, sondern es aus je eigener erzählerischer Logik heraus variieren, brechen oder relativieren. Untersucht werden Perspektivgestaltung, Nähe und Distanz zum sportlichen Großereignis sowie die Einbindung der WM in adoleszente Identitätssuche. Dabei wird deutlich, dass Literatur als „Gegen-Geschichte“ fungieren kann, die habitualisierte mediale Erzählmuster unterläuft und alternative Sinnangebote macht. Der Beitrag leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Frage, wie literarisches Erzählen mit überdeterminierten Sportnarrativen umgeht.</p> <p><strong>Matías Martínez</strong> beschreibt Diego Armando Maradona als paradigmatisches Beispiel eines populären Sporthelden. Sporthelden, so die These, weisen eine spezifisch sekundäre Heldenstruktur auf, indem sie auf fluide Weise Merkmale unterschiedlicher Heldentypen kombinieren. Am Fall Maradonas wird gezeigt, wie sich Triumphator, Märtyrer, gottgleicher Held, Nationalheld, tragischer Held und Antiheld überlagern. Diese Patchworkstruktur entsteht in einem Zusammenspiel von sportlichen Leistungen, biographischen Erzählmustern und medialer Zirkulation. Maradona erscheint so als Produkt partizipativer Populärkultur, dessen Mythos ständig neu erzählt und umgeschrieben wird.</p> <p><strong>Steven Willemsen</strong> erfasst den Straßenradsport, insbesondere die Tour de France, als „narrative engine“. Ausgangspunkt ist die Unterscheidung zwischen ludischer Struktur und narrativer Rezeption: Während der Radsport durch Regeln und Wettbewerb bestimmt ist, wird er von Zuschauenden primär narrativ verstanden. Der Beitrag zeigt historisch, wie sich Radsport und Massenmedien gemeinsam entwickelt haben, und identifiziert ludische Merkmale – etwa Intransparenz, räumliche Ausdehnung und Zeitstruktur –, die Narrativierung begünstigen. Im Sinne der kognitiven Narratologie wird argumentiert, dass Geschichten nicht vorgegeben sind, sondern emergent aus dem Zusammenspiel von Sportereignis, medialer Vermittlung und interpretativer Aktivität entstehen. Der Radsport wird so als Beispiel für erzählerische Sinnbildung jenseits klassischer Textformen lesbar.</p> <p><strong>Esko Suorantas </strong>Gastbeitrag untersucht emergente Narrativität in Sportvideospielen am Beispiel des „Be a Pro“-Modus von <em>NHL 20</em>. Im Zentrum steht die Diskrepanz zwischen der vom Spieldesign intendierten Siegesnarration und den tatsächlichen Spielerfahrungen, die von Scheitern, Frustration und Affekt geprägt sein können. Anhand einer autoethnographischen Fallstudie zeigt der Autor, wie Spielende durch affektiv-interpretative Agency eigene Geschichten aus dem Spielverlauf konstruieren. Gerade das Misslingen der vorgesehenen Erfolgslogik eröffnet dabei eine überraschend realistische Erzählung sportlicher Anstrengung und Widerständigkeit. Theoretisch verbindet der Beitrag Game Studies, kognitive Narratologie und Affekttheorie und führt das Konzept der „affektiven Nische“ ein. Sportspiele erscheinen so als Ko-Produktionen von Design und Spielerinterpretation, in denen Narrativität emergent entsteht.</p> <p>In der Rubrik <em>My Narratology</em> skizziert <strong>John Pier</strong> Narratologie als ein offenes Forschungsfeld, das weniger nach einer universalen Grammatik des Erzählens fragt als nach den Bedingungen, unter denen Narrative entstehen, funktionieren und an ihre Grenzen stoßen. Ausgehend von der klassischen Narratologie Gérard Genettes zeichnet Pier die Entwicklung hin zu postklassischen, transmedialen und transdisziplinären Ansätzen nach, die narrative Phänomene weit über den literarischen Text hinaus untersuchen. Zentrale Akzente setzt er auf eine semiotische Rahmung der Narratologie, insbesondere mit Bezug auf Peirce, Eco, Sternberg, Mukařovský und Lotman. Narrative versteht Pier als dynamische, instabile Prozesse, die sich zwischen Ordnung und Kontingenz entfalten und stets in Wechselwirkung mit kulturellen, medialen und sozialen Umwelten stehen. Vor einem unreflektierten Pan-Narrativismus warnt er ebenso wie vor einer rein instrumentellen Verwendung von „Storytelling“. Zukunftsfähig ist Narratologie für Pier dort, wo sie ihre eigenen Begriffe kritisch reflektiert und nicht fragt, <em>was</em> Narrative sind, sondern <em>wann</em> sie es sind.</p> <p><strong>Silvio Bär</strong> schließlich rezensiert Jonas Grethleins narratologische Auseinandersetzung mit antiken Erzählformen <em>Ancient Greek Texts and Modern Narrative Theory. Towards a Critical Dialogue </em>als einen „Dialog mit Fallstricken“.</p> <p>Die Beiträge dieses Themenhefts belegen, dass der Sport ein faszinierender Gegenstand narrativer Sinnproduktion ist. Ob im Boxring, auf dem Fußballplatz, im Radsport, beim Wrestling oder im digitalen Spiel: Sport erweist sich als Feld emergenter Geschichten, in denen Regeln, Körper, Medien und Affekte ineinandergreifen. Sport zu erzählen heißt nicht nur, dem Geschehen nachträglich Bedeutung zu verleihen, sondern auch, narrative Prozesse sichtbar zu machen, die das Ereignis selbst strukturieren. In diesem Sinne versteht sich das Heft als Einladung, die Narratologie dort weiterzudenken, wo Erzählen in Bewegung gerät – unter Bedingungen von Ungewissheit, Konkurrenz, Performanz und Risiko.</p> <p>Wir wünschen Ihnen eine anregende Lektüre.</p> 2026-02-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2026 DIEGESIS https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/575 My Narratology. An Interview with John Pier 2026-02-02T11:49:32+00:00 John Pier j.pier@wanadoo.fr <p>In this “My Narratology” interview, John Pier revisits the influences that shaped his narratological interests. He shares memories of his time as a Ph.D. scholar of Genette’s and discusses the extent to which the works of Umberto Eco, Meir Sternberg, Jan Mukařovský, and Yuri Lotman have inspired his thinking about narrative. He also presents his ideas about the future of the field of narrative studies.</p> 2026-02-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2026 DIEGESIS https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/573 Kaunisnaama and Me. Affective-Interpretive Agency and Niche Construction in <i>NHL 20</i> “Be a Pro” Mode 2026-02-02T11:33:52+00:00 Esko Suoranta esko@mailfence.com <p>The article presents an account of discrepancies between the designed sportsgame narrative and emergent narrative elements in the hockey game <em>NHL 20</em> and its “Be a Pro” game mode, in which players create their own avatars with which to play the game. At the same time, character-creation decisions and the game design can severely disrupt the narrative of winning that the game privileges. These disruptions lead to frustrating player experience, but also to a more realist sport narrative of overcoming adversity than the game intends. With the example of my own avatar, Edwar Kaunisnaama, I show how the game becomes a particular affective niche that emerges when the straightforward narrative of winning fails and player-led narrativization of game events is employed. From failure emerges a surprisingly faithful and even fulfilling representation of athletic struggle, stemming from the player’s affective-interpretive action rather than game design.</p> 2026-02-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2026 DIEGESIS https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/576 Von Boxerfrauen und Boxerinnen. Geschlechterkonzeptionen in der deutschsprachigen Boxsportliteratur 2026-02-02T11:54:12+00:00 Anna S. Brasch anna.brasch@adwgoe.de <p>For much of the 20<sup>th</sup> century, women were excluded from boxing in terms of both discourse and factual history. This is closely linked to the conceptualization of the sport: Boxing was – and to some extent still is – considered a ‘male’ sport. Nevertheless, since the end of the 20<sup>th</sup> century, a cautious opening of the boxing discourse and its literature to questions of gender equality and diversity can be observed. This article begins by revealing the archive that the German-language boxing discourse draws on in its development, also with regard to its gender concepts. On this basis, in a second step, the development of (literary) gender concepts is worked out using selected examples. In a third step, the narrative and aesthetic structure of the literary sources will be examined.</p> 2026-02-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2026 DIEGESIS https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/569 Narrative Theory in the Squared Circle 2026-02-02T10:35:56+00:00 Antonio J. Ferraro aferraro517@gmail.com <p> <span class="fontstyle0">While significant work has been done on the cultural, technological, and political aspects of professional wrestling, less attention has been paid to the specific strategies and methods by which narratives emerge within and across wrestling performances. This essay argues that professional wrestling can be fruitfully studied through several frameworks afforded by narrative theory, specifically related to the narrativization of nonnarrative sporting events; the rhetorics of fictionality; and the overlaps between performance, drama, and narrative. To make the case for professional wrestling’s place as a fruitful object of study for narrative theory, I examine how wrestling tells its stories by identifying three primary rhetorical domains: the narrative domain, or the plot structures of matches; the fictional domain, or the creation and maintenance of invented, “kayfabe” universes; and the performative domain, or the physical moves that are vehicles for storytelling as well as meaningful actions in themselves. By examining how each of these storytelling domains work, I highlight how narrative theory’s existing critical approaches can help us better understand the rhetorical complexity of both the narration and the interpretation of professional wrestling’s stories. At the same time, a detailed examination of professional wrestling’s unique formal qualities provides the opportunity to expand and enrich those approaches and, in so doing, ultimately affirms professional wrestling as a narratively complex phenomenon worthy of further study.</span></p> 2026-02-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2026 DIEGESIS https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/581 Mythos / Sommer / Märchen. Die Fußball-WM 2006 als Hintergrund zeitgenössischer deutschsprachiger <i>Coming of Age</i>-Romane 2026-02-05T11:31:37+00:00 Matthias Grüne matthias.gruene@uni-saarland.de Antonius Weixler weixler@uni-wuppertal.de <p>In Germany, the collective memory of the 2006 World Cup is closely linked to the narrative of the ‘Sommermärchen’ (‘summer fairy tale’). This narrative combines the enthusiasm for the German team’s unexpectedly successful tournament run with heightened national self-confidence and a new desire to express patriotic feel-ings. Although this narrative thus adds national significance to the sport event, the World Cup was hardly addressed in fictional literary narratives for a long time. Recently, however, three coming-of-age novels set in the summer of 2006 have been published: Lars Werner’s <em>Zwischen den Dörfern auf hundert</em> (2023), Luca Kizer’s <em>Pink Elephant</em> (2024) and Christoph Kramer’s <em>Das Leben fing im Sommer an</em> (2025). After some general thoughts on the potential of literary sports narratives, this arti-cle discusses how these three novels refer to the World Cup summer in different ways and how they use this reference for their own narrative endeavours. Our aim is to show how these novels retell, to a certain extent, the ‘Sommermrächen’ while at the same time asserting an inherent logic of literary storytelling against the dom-inance of this myth.</p> 2026-02-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2026 DIEGESIS https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/582 Maradona. Der Sportheld als Patchworkidentität 2026-02-06T12:10:16+00:00 Matías Martínez martinez@uni-wuppertal.de <p>This essay examines Diego Armando Maradona as a paradigmatic figure of popular heroism. Heroes of popular culture hold a derivative status in relation to other heroic types, as they continually recombine their features in ever-changing contexts. Building on and extending narratological and cultural-theoretical approaches to heroism, I argue that Maradona’s figure represents a patchwork of heroic modes: he appears successively as triumphant athlete, martyr, deity, national savior, tragic hero, and antihero. His popularity derives from the fluid interplay between sacralization and profanation – an interplay that typifies modern media heroism. As a product of participatory popular culture, Maradona’s myth is continually rearticulated through stories, images, songs, memorabilia, and rituals that reconfigure fragments of traditional heroism. The sports hero thus emerges as a dynamic bricolage, eliciting a form of veneration that is both playful and ironic.</p> 2026-02-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2026 DIEGESIS https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/572 Sports as Emergent Storytelling. The Narrative Construction of Road Cycling 2026-02-02T11:28:36+00:00 Steven Willemsen s.p.m.willemsen@rug.nl <p>Professional road cycling is grounded in <em>ludus</em> (structured play), but its reception has long been shaped by narrative (stories). Focusing on the <em>Tour de France</em> as a paradigmatic case, this article examines how, since its late nineteenth-century inception, the sport has functioned as a narrative engine: a ludic system that generates storied interpretations. Drawing on cultural and cognitive narratology, the article argues that cycling’s narrativization arises not from predetermined storytelling but from emergent narrativity: stories produced by the sport’s ludic dynamics, the media ecologies that frame it, and the interpretive activities of commentators and fans. To show this, the article (1) traces how professional cycling historically developed in close intertwinement with the rise of new mass media and narrative mediation, and (2) identifies distinct ludic features that afford the cognitive construction of road races as narratives. It hereby shows how cycling’s ludic and medial structures have coevolved, turning athletic performance into shared storyworlds that connect the sport to experiential, social, and ideological meanings.</p> 2026-02-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2026 DIEGESIS https://www.diegesis.uni-wuppertal.de/index.php/diegesis/article/view/574 Ein Dialog mit Fallstricken. Jonas Grethlein vermutet, dass moderne Narratologie zur Analyse antiker Erzählformen vielleicht doch weniger taugt als angenommen 2026-02-02T11:39:47+00:00 Silvio Bär silvio.baer@ifikk.uio.no <p>Review of: </p> <p><span class="fontstyle0">Jonas Grethlein: </span><span class="fontstyle2"><em>Ancient Greek Texts and Modern Narrative Theory. Towards a Critical Dialogue</em>. </span><span class="fontstyle0">Cambridge: CUP 2023, viii + 199 S. GBP 22.99. ISBN 9781009339599</span></p> 2026-02-06T00:00:00+00:00 Copyright (c) 2026 DIEGESIS